Focusing Bern: Beratung, Coaching, Supervision, Achtsamkeitstraining
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Focusing und Handschrift

Das absichtslose Betrachten der eigenen Handschrift rückt uns näher an uns selbst heran und ermöglicht, mit der nötigen fachlichen Begleitung, einen neuen Zugang zu sich selbst. Das achtsame Wahrnehmen der handschriftlichen Spur macht Aspekte des eigenen Seins erlebbar und kann zu überraschenden Einsichten führen. So kann es gelingen,

  • sich selbst in einem neuen Licht zu sehen
  • den momentanen Standort klarer zu erkennen
  • vergessene Ressourcen wieder zu entdecken
  • einen Impuls für den nächsten Schritt zu erhalten
  • Lösungsansätze zu finden
  • vertiefte Selbsterkenntnis zu gewinnen

Von der Schriftpsychologie über die Graphologie zur Focusing-orientierten Methode in der Beratung

Die Schriftpsychologie gehört zur Ausdruckspsychologie. Sie versucht den Zusammenhang herzuleiten zwischen den seelischen Vorgängen im Menschen und seinen Verhaltensweisen einerseits und der Handschrift andererseits. Dabei orientiert sie sich an einem tiefenpsychologischen Menschenbild und entsprechenden Typologien.

Allgemein bekannt ist die (Betriebs-)Graphologie, wo Erkenntnisse aus der Schriftpsychologie umgesetzt werden in Beschreibungen von Persönlichkeitsmerkmalen und Mutmassungen über die Leistungsfähigkeit und die allg. Verhaltensweise von Stellenbewerbern. Die Methode ist nicht unumstritten und doch ist seit Goethe allgemein bekannt: der Mensch drückt sich aus in seiner Schrift und so individuell wie der Mensch ist, so individuell ist sein Schriftbild – es gibt nicht zwei genau gleiche. Und die Handschrift fasziniert und regt geradezu zu Deutungen an.

In der Focusing-orientierten Methode nähern wir uns der Handschriftvorlage auf bildhafte Weise und fragen zusammen mit der Schriftautorin in sie hinein. Die Handschrift wird nicht analysiert sondern als Form- und Bewegungsspur erforscht und erlebt, in der sich Seelisches widerspiegelt. Was als reine „Laiengraphologie“ fraglich und problematisch erscheinen mag, gewinnt hier an unschätzbarem Wert, weil die Klientin aus ihrem individuellen Kontext heraus die Bedeutung einer Entdeckung im Graphischen unmittelbar und präzise körperlich erfahren kann. Dieser Umstand bietet den nötigen Schutz, sich an die eigenen Inhalte heranzuwagen – ein Vorteil, den keine Beurteilung und keine Fremdinterpretation, und sei sie noch so empathisch, gewähren könnte. Das achtsame Begleiten auf diesem Wege der Selbstexploration hingegen, der sorgfältig begleitende Blick in die Handschrift als Spiegel, enthüllt oft Wahrheiten und Sinnzusammenhänge, die eventuell bereits geahnt wurden und vielleicht nur vergessen gegangen sind und welche im aktuellen Kontext nun neue Bedeutung erhalten.